Die Wissenschaft hinter
der ELICIT-Methode

Während seiner Promotion an der Universität Twente untersuchte Wouter Schotborgh, wie man wertvolles Erfahrungswissen aus den Köpfen von Experten extrahieren kann. Dabei entdeckte er, dass man mit nur  110 gezielten Fragen festhalten kann, wie ein Experte seine Arbeit verrichtet. Diese Entdeckung bildete den Grundstein für ELICIT.

110 gezielte Fragen,
5 Interviews à 2 Stunden

Wouter Schotborgh
Gründer

Zweihundert Experten,
ein Muster

Die Experten, mit denen Wouter sprach, hatten auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Der eine entwickelt Wafer-Stepper, der andere wartet eine dreistufige Dampfturbine. Die Berufserfahrung der Experten reichte von wenigen Jahren bis zu über 49 Jahren.
Keiner dieser Experten konnte sein eigenes Wissen einfach so Kollegen erklären oder aufschreiben, da sie zu einem großen Teil intuitiv handeln. Sie verarbeiten Dutzende von Signalen gleichzeitig, wägen diese auf Basis jahrelanger Erfahrung ab und treffen dann eine Entscheidung, die sie im Nachhinein kaum rekonstruieren können.  

Wouter entdeckte, dass jeder Experte besonders gut darin ist, zu erkennen, ob etwas richtig oder falsch läuft, und zu wissen, was dann zu tun ist. Diese Kombination aus Signal und Handlung bildet eine Ursache-Wirkungs-Kette. Keine Sammlung loser Tipps, sondern eine Struktur.

Diese Struktur ließ sich jedes Mal auf ein Wissensmodell mit den wesentlichsten Parametern zurückführen. Jahrzehntelange Erfahrung, zusammengefasst und festgehalten in einem digitalen Wissensmodell mit dem Entscheidungswissen eines Experten.

Von der Entdeckung
zur Methode

Jeder Prozess, jede Maschine und jede Funktion erfordert eine andere Art von Wissen. Deshalb arbeitete Wouter weiter an der Modellierung der Entscheidungslogik für verschiedene Wissensbereiche. Wouter übertrug seine Entdeckung in eine Methode, die für jede Fabrik, jede Branche und jeden Experten wiederholbar war.
Die ELICIT-Methode erfasst in nur 5 strukturierten Expertengesprächen das wesentliche Wissen und die Entscheidungen in Bezug auf einen Prozess oder eine Maschine.

Viele Menschen reagieren skeptisch, wenn wir dies erzählen. Fünf Interviews für dreißig Jahre Erfahrung?! Das funktioniert, weil wir uns auf die Entscheidungslogik eines Experten konzentrieren: Woher wissen Sie, dass es gut ist? Was sehen Sie? Und was tun Sie dann? So extrahieren wir strukturiert und effizient das Entscheidungswissen aus dem Kopf des Experten.

Mehr als 600-mal bewährt

Im Durchschnitt sind 110 gezielte Fragen erforderlich, um den Kern des Erfahrungswissens einer Person zu erschließen. Unsere Wissensanalysten wissen genau, welche Fragen das sind, und wir haben dies bereits mehr als 600-mal angewendet.

Das Ergebnis dieser Interviews ist ein strukturiertes digitales Wissensmodell des Erfahrungswissens einer Person: nutzbar für alle, direkt am Arbeitsplatz verfügbar und in mehr als 30 Sprachen erhältlich.